Einführung in CAN

     
Adressierung
14/30


Der Kommunikation im CAN-Netzwerk liegt die inhaltsbezogene Adressierung zugrunde. Nicht die CAN-Knoten, sondern die Data und Remote Frames werden mit einer Kennung (Identifier - ID) versehen. So stehen alle CAN-Botschaften jedem CAN-Knoten zum Empfang zur Verfügung (Broadcasting). Jeder Empfänger ist selbst für die Selektion der CAN-Botschaften verantwortlich. Eine solche empfängerselektive Adressierung ist sehr flexibel, ist aber auf eine empfängerseitige Filterung der empfangenen CAN-Botschaften angewiesen (Akzeptanzfilterung).

Der Anwender hat die Möglichkeit, zwischen zwei Botschaftsformaten auszuwählen: Standard- und Extended-Format (siehe Grafik „Data Frame im Standard- und im Extended-Format“). Beide Formate unterscheiden sich in der Länge des Identifiers. Im Standard-Format umfasst der ID 11 Bit. Im Extended-Format umfasst der ID 29 Bit.

Im Gegensatz zum ID im Standard-Format setzt sich der ID im Extended-Format aus zwei Komponenten zusammen, dem Basis-ID (Bit 18- Bit 28) und dem Extended-ID (Bit 0 - Bit 17). Zwischen beiden Komponenten befinden sich die beiden Bits IDE (Identifier Extension) und SRR (Substitute Remote Request).

Ein dominantes IDE-Bit kennzeichnet eine CAN-Botschaft im Standard-Format. Ein rezessives IDE-Bit kennzeichnet eine CAN-Botschaft im Extended-Format. Im Extended-Format ersetzt das SRR-Bit, welches stets rezessiv übertragen wird, das RTR-Bit im Standard-Format. Im Extended-Format haben die beiden ersten Bits des Control-Fields (r0 und r1) keine Bedeutung, beide werden dominant übertragen.
 

Data Frame

Data Frame

© 2006-2010 Vector Informatik GmbH. 2009-10-28