Zur Synchronisation der LIN-Slaves dienen ein Synchronisationszeichen, das sogenannte Sync Break Field, und das Sync Field (siehe Grafik „LIN Frame Header“). Sowohl Sync Break als auch Sync Field werden vom LIN-Master im Frame Header übertragen. Das Sync Break Field setzt alle LIN-Slaves im LIN-Cluster vom Beginn der Übertragung eines LIN-Frames in Kenntnis, unabhängig vom Frametyp. Das Sync Break Field setzt sich aus mindestens 13 dominanten Bits (Sync Break) und einem rezessiven Delimiter (Sync Break Delimiter) zusammen. Der Sync Break Delimiter umfasst mindestens ein Bit und maximal vier Bits.
Nur durch das Übertragen von mindestens 13 dominanten Bits ist gewährleistet, dass auch der langsamste LIN-Slave den Start einer Datenübertragung mitbekommt. Denn die LIN-Slaves dürfen aufgrund der Kostensensibilität On-Chip-Resonatoren mit einer Frequenz-Toleranz von bis zu 14 % benutzen. Der Sync Break Delimiter trennt den Sync Break vom nachfolgenden Sync Field, welches aufgrund der Verwendung der SCI für die serielle Kommunikation mit einem dominanten Startbit beginnt.
Der Sync Break kann nicht ohne Weiteres mit dem SCI generiert werden. In der Praxis überträgt man einen SCI-Frame mit dem Datum „0x00“ bei geringer Datenrate. Üblicherweise halbiert man der Einfachheit halber zur Generierung eines Sync Breaks die einem LIN-Cluster eingeprägte Datenrate.
Damit alle LIN-Slaves mit demselben Takt senden bzw. empfangen, überträgt der LIN-Master im Anschluss an das Sync Break Field das Sync Field, welches dem Datum 0x55 entspricht. Zur Ableitung des Taktes messen die LIN-Slaves die Zeit zwischen der ersten und letzten fallenden Flanke, und teilen diese durch acht. Das Resultat entspricht einer Bitzeit. Es muss sichergestellt sein, dass ein synchronisierter LIN-Slave während der Übertragung eines SCI-Frames die Synchronisation mit einer maximalen Abweichung von 2% halten kann.
Dadurch, dass die Kommunikation auf SCI-Frames basiert, haben die empfangenden LIN-Slaves mit dem Beginn eines jeden SCI-Frames die Möglichkeit, sich auf den sendenden LIN-Slave nachzusynchronisieren (siehe Grafik „LIN-Frame“).